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Mittwoch, 20. September 2017

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Darmstädter Studenten mit Solarpreis in USA

solar

Die TU Darmstadt hat den internationalen Wettbewerb "Solar Decathlon 2007" um das attraktivste und energieeffizienteste Solar-Haus gewonnen. Das Team um den Architektur-Professor Manfred Hegger verwies in dem einwöchigen Finale vor dem White House in Washington D.C. die Konkurrenz von 19 Top-Universitäten unter anderem aus den USA, Kanada und Spanien auf die Plätze.

 

Die TU Darmstadt gewinnt in Washington den Spitzenwettbewerb um das attraktivste und energieeffizienteste Solar-Haus

Rang zwei belegte die University of Maryland, Rang drei die Santa Clara University. Den undankbaren vierten Platz belegte die Penn State University. Abgeschlagen war am Ende unter anderem das Massachusetts Institute of Technology (MIT).

 



Die Juroren der einzelnen Disziplinen waren voll des Lobes für die Leistungen der TU Darmstadt. Die Universität gewann in drei der zehn Teildisziplinen souverän - Architektur, Beleuchtungskonzept und Technik. "Eine Klasse für sich", schwärmte die Architektur-Jury. Darmstadt habe hinsichtlich Ästhetik und Funktionalität "alles herausgeholt, was nur möglich war". Die Licht-Gutachter waren fasziniert von der Ausstrahlung bei Nacht. Die Jury aus Ingenieurwissenschaftlern bescheinigte ein Maximum an Innovation. Auch in der Energiebilanz lautet das Urteil "perfekt". Besucher hatten die die ganze Woche über auf dem Wettbewerbs-Gelände an der National Mall in Washington Schlange gestanden, um sich im Darmstädter Haus umzusehen. Sie seien tief beeindruckt und begeistert gewesen, berichteten die Juroren.


"Der Sieg unseres Teams in diesem anspruchsvollen internationalen Wettbewerb freut mich außerordentlich. Er unterstreicht, dass Deutschland bei den erneuerbaren Energien weltweit Vorreiter ist. Energie und Nachhaltiges Bauen und Wohnen gehören zu den großen Kompetenzfeldern der Technischen Universität Darmstadt", sagte Präsident Hans Jürgen Prömel. "Wir geben mit unserem einzigartigen Haus eine Antwort auf die Zukunftsfrage, wie die Menschheit im 21. Jahrhundert, im Zeitalter immer knapper werdender Ressourcen, wohnen wird", so Prömel weiter.

Hintergrund Solar Decathlon
Der Solar Decathlon ist ein vom US-Energieministerium ausgeschriebener Wettbewerb, der die Potenziale des solaren Bauens im Rahmen einer Bauausstellung einer breiten Öffentlichkeit vorstellen soll. 20 internationale Wettbewerbsbeiträge wurden in der vorigen Woche in Washington D.C. in unmittelbarer Nähe des Weißen Hauses als fertige Häuser vorgestellt.
Die TU Darmstadt hatte als eine von nur zwei europäischen und einzige deutsche Universität den Sprung in den Bauwettbewerb geschafft. Mit einem überzeugenden Entwurf, einer klaren Konstruktion und einem hoch rentablen Betriebskonzept für das Solar-Haus der Zukunft hatte sie sich für die Endrunde des renommierten Wettbewerbs qualifiziert.

  Das in Darmstadt gebaute High-Tech-Haus wurde für die Präsentation in den USA eigens zerlegt und in speziellen Boxen über den Atlantik verschifft. Das Wohngebäude, das von einem Team aus 30 Nachwuchswissenschaftlern des Fachbereichs Architektur der TU Darmstadt unter Leitung von Prof. Manfred Hegger entwickelt wurde, hatte 2006 bereits den Deutschen Solarpreis gewonnen und ist ausgewählter Ort der Initiative "Deutschland - Land der Ideen".

Um den Energiebedarf für thermischen Komfort, d.h. für Heizung und Kühlung, von vorneherein gering zu halten, wurde unser Solar Decathlon Haus als Passivhaus geplant, und soll nach der entgültigen Installation in Darmstadt vom Passivhausinsitut als Passivhaus zertifiziert werden.

In einem Passivhaus kann ohne aktives Heizungs- und Klimatisierungssystem ein komfortables Innenklima erreicht werden. Nach einer nicht gesetzlich geregelten, aber allgemein gültigen Definition des Passivhaus-Institus Darmstadt weist ein Passivhaus einen Heizwärmebedarf von maximal 15 kWh/m²a auf. Eine hochwertige Wärmedämmung zur Verringerung der Wärmeverluste und eine passive Nutzung der vorhandenen Energien zeichnen die Grundidee des Passivhauses aus. Bei guten thermischen Eigenschaften ist ein konventionelles Heizsystem nicht mehr nötig, das Haus wird im wesentlichen durch die inneren und solaren Gewinne geheizt. Ohne kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung ist dies nicht möglich, weil die Lüftungswärmeverluste zu groß wären. Da die guten thermischen Eigenschaften nicht durch ineffiziente Bereitstellung der notwendigen Restenergie zunichte gemacht werden sollen, werden weitere Passivhaus-Kriterien vorgegeben. Der gesamte Primärenergiebedarf sollte kleiner als 120kWh/m*a sein, der Restenergiebedarf durch erneuerbare Energien gedeckt werden.

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