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Freitag, 22. September 2017

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Europäische Vereinigung für nachhaltiges Wirtschaften

 Ecopreneur.eu

Der Gründungsakt ist vollzogen, die Kooperationsvereinbarungen sind unterzeichnet: Als neuer Akteur in Brüssel wird sich Ecopreneur.eu, die europäische Vereinigung für nachhaltiges Wirtschaften, für die Anliegen seiner insgesamt rund 900 Mitgliedsunternehmen einsetzen. Gegründet wurde Ecopreneur.eu von den Unternehmerverbänden Grüne Wirtschaft (Österreich), UnternehmensGrün (Deutschland) und Entreprendre Vert (Frankreich).

Europäischer Unternehmerzusammenschluss fordert Wirtschaftswende und Stopp der TTIP-Verhandlungen

Volker Plass, Bundessprecher der Grünen Wirtschaft Österreich, erklärt zur Gründung: „Wir haben uns mit unseren Partnern auch bisher zu europäischen Themen ausgetauscht und zuletzt gemeinsam Kommissionspräsident Juncker kritisiert, da er die Umweltrichtlinien in Brüssel verwässert. Der logische Schritt ist die noch engere Zusammenarbeit, denn bei Themen wie TTIP, Gentechnik und sozialen Standards braucht es ein Gegengewicht zur Übermacht der herkömmlichen Wirtschaftsverbände. Wir müssen die Stimme der Unternehmen und EPUs stärken, die ein anderes, ökologisch und sozial nachhaltiges Wirtschaften wollen!“

Neben Frankreich, Österreich und Deutschland werden Wirtschaftsinitiativen aus Spanien, Dänemark, Norwegen und England dazu kommen – weitere Länder sind im Gespräch. Inhaltlich gibt es eine Reihe von Themen, zu denen die Verbände eine Zusammenarbeit vereinbart haben, exemplarisch wurden heute die Themen Freihandel, Zukunft der Ernährungsbranche,  die Beendigung des EU-weiten Steuerwettbewerbs sowie die Schaffung einer Sozialunion und damit der Abbau sozialer Ungleichheit zwischen BürgerInnen der EU-Mitgliedsstaaten vorgestellt.

Ecopreneur.eu fordert den Stopp der TTIP- und CETA-Verhandlungen. Dazu Volker Plass: „Wird TTIP so umgesetzt, wie es sich gegenwärtig abzeichnet, können internationale Konzerne mithilfe der Verträge und dem Investitionsschutzabkommen Staaten erpressen. Bereits heute sind ca. 70 % der Investitions­schutzklagen gegen Umweltstandards und Maßnahmen zum Umweltschutz gerichtet.“ Die Unternehmen fordern daher: „Der Investitionsschutz hat sich diskriminierungsfrei dem jeweils höchsten Umwelt-, Gesundheits- und Sozialstandard unterzuordnen. Vertragsgerichte darf es nur dort geben, wo kein effektiver Rechtsschutz durch ordentliche staatliche Gerichte gewährleistet ist.“

Klaus Stähle, Vorstand von UnternehmensGrün Deutschland, stellt heraus, dass die ökologische Nachhaltigkeit ein Kernanliegen der Mitgliedsunternehmen ist. In den grünen Märkten Landwirtschaft bzw. Ernährung liegt ein großer Hebel für mehr Umwelt- und Klimaschutz. „Immer mehr Menschen gehen für eine gute, ökologische Landwirtschaft auf die Straße. Wir müssen weg von der Massentierhaltung und Agrarindustrie, denn nur eine bäuerliche Landwirtschaft garantiert die autarke Versorgung in den Regionen und damit auch die Widerstandsfähigkeit von Regionen“, so Klaus Stähle.

Für das französische Gründungsmitglied stellt Frédéric Benhaim, Vorstand Entreprendre Vert Frankreich, fest: „Unsere nachhaltigen Unternehmer in Frankreich suchen Inspiration und konkrete Projekte durch die grenzübergreifende Vernetzung. Ecopreneur.eu wird das tatkräftig unterstützen. Darüber hinaus wird unsere Initiative schneller die kritische Masse für politische Anliegen zusammenbringen, da wir die Akteure der Green Economy vernetzen. Wir möchten mit dem europäischen Zusammenschluss grüne Innovationen voranbringen.“

Nächste Schritte sind u.a. eine gemeinsame Initiative zu fairem, grünem Freihandel, ein Leitfaden für die Gründung von nachhaltigen Start-ups und die Aufnahme weiterer Mitgliedsverbände.

Das Projekt wird gefördert durch das deutsche Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und das Umweltbundesamt (UBA).

www.Ecopreneur.eu

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